Couleur im Verein Deutscher Studenten
Der VDSt Berlin und Charlottenburg ist eine sog. Schwarze Verbindung, d.h. wir tragen unsere Farben nicht, wie viele andere Verbindungen, in Band und Mütze. Dies erklärt sich aus der Verbandsgeschichte des VVDSt.
Die ersten Vereine
Deutscher Studenten waren keine Verbindungen, sondern interkorporative
Zusammenschlüsse politisch interessierter Studenten. Daher wählte
man 1881 als Ausdruck der Verbundenheit zum Deutschen Reich die Reichsfarben
schwarz-weiß-rot.
Nachdem sich die Vereine Deutscher Studenten zu Studentenverbindungen
entwickelt hatten, behielt man die Farben bei, das Tragen von Band und
Mütze setzte sich jedoch nicht durch. Das Schwarze Prinzip wurde
fortan mit dem Gedanken verknüpft, dass sich unsere Mitglieder nicht
durch äußere Zeichen von der Gesellschaft abgrenzen wollen.
Dennoch
wurden korporative Elemente in den Vereinen Deutscher Studenten immer
stärker, so dass bis heute die Farben schwarz-weiß-rot in verschiedenen
Formen geführt werden.
Die Farben schwarz-weiß-rot entstanden aus dem preußischen
schwarz-weiß und dem rot-weiß der Hansestädte und wurden
erstmals 1866 vom Norddeutschen Bund als Bundesfahne angenommen. 1871
wurden sie Nationalfarben des neugegründeten Deutschen Reichs. Die
Vereine Deutscher Studenten führen diese Farben als Symbol der nationalen
Einigung von 1871 bis heute als Verbindungsfarben, ohne dass dadurch eine
bestimmte politische oder weltanschauliche Grundhaltung zum Ausdruck gebracht
werden soll. So führt auch der VDSt Berlin und Charlottenburg die
Farben schwarz-weiß-rot in Fahnen, Wappen, Wichs und diversen Couleurgegenständen.
Die Wappen, Zirkel und sonstigen Symbole werden in vielfälltiger Weise geführt. Besonders beliebt sind z.B. Autoaufkleber, Bierkrüge, Feuerzeuge, Ringe, Krawattennadeln, aber auch Kleidungsstücke.